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Stressbewältigung und Achtsamkeit in Unternehmen

Wer meditiert, erschließt Ressourcen des Gehirns ...

Neurowissenschaftliche Studien belegen, dass Meditation zu einem abnehmenden Hirnstoffwechsel führt – wir also entspannen – und dass sie diejenigen Hirnareale anregt, die für Aufmerksamkeit und Konzentration zuständig sind. Die so genannte graue Substanz des Gehirns nimmt zu bei Menschen, die regelmäßig meditieren: unter anderem in den Arealen, die für die Selbstwahrnehmung und Körperwahrnehmung zuständig sind und für die exekutive Kontrolle, also Verstand und Gedächtnis. Meditation schöpft damit das Leistungspotenzial des menschlichen Gehirns besser aus – und ist ein Weg, um den im Berufsleben oftmals gestiegenen Anforderungen beispielsweise an Gedächtnis, Merkfähigkeit oder Logik gerecht(er) zu werden.

... fördert das gesundheitliche Wohlbefinden ...

Mehr als jeder zweite Arbeitnehmer fühlt sich im Job stark oder sehr stark gehetzt, wie eine Umfrage des DGB unter 5.000 Beschäftigten gezeigt hat (2012); jede fünfte Verrentung ist Ergebnis einer Berufsunfähigkeit aus gesundheitlichen Gründen (Untersuchung des Düsseldorfer Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts 2011). Grundlagenstudien zeigen, dass die regelmäßige Praxis der Achtsamkeit stressassoziierten Symptomen und Krankheitsbildern wie Bluthochdruck, Schlafstörungen, Herz-Kreislauf-Problemen oder Depression entgegenwirkt. Gleichzeitig konnte die Neurowissenschaft nachweisen, dass Meditation im so genannten limbischen Zentrum des Gehirns, auch Glückszentrum genannt, die Autoregulation aktiviert. Der angestoßene Prozess führt unter anderem dazu, dass der Blutdruck sinkt, das Immunsystem gestärkt und damit das gesundheitliche Wohlbefinden gefördert wird.

... betreibt sinnvolle Fürsorge ...

Meditation ist für Gesunde ein effektiver Weg, um die eigene körperliche und psychische Widerstandsfähigkeit zu verbessern und so Stresserkrankungen vorzubeugen. Studierende der Universität Coburg, die an einem zweimonatigen Programm zum Stressmanagement teilnahmen, zeigten signifikante positive Effekte im Hinblick auf das psychische Wohlbefinden und die körperliche Funktionsfähigkeit. In Stresssituationen wiesen sie weniger emotionale Reaktionen auf, reagierten ruhiger und gelassener. Im Vergleich mit anderen Studierenden berichteten sie von einer insgesamt besseren Lebensqualität und von einer gestiegenen Fähigkeit, das eigene Verhalten zu reflektieren.

... und entfaltet seine Persönlichkeit

In zunehmend komplexeren Arbeitsumfeldern wachsen die Ansprüche an Führungskräfte und Mitarbeiter gleichermaßen. Meditation und Achtsamkeit sind keine die üblichen Skills ergänzenden Methoden (wenngleich sie Handwerkszeug bereitstellen), sondern sie unterstützen vielmehr die grundlegende Entwicklung von Einstellungen und Haltungen, die im unternehmerischen Kontext interessant sind. Wenn wir regelmäßig meditieren, erkennen wir, dass Gedanken und Erfahrungen relativ sind und nehmen einen Zuwachs an persönlicher Freiheit wahr (verantwortlich dafür ist unter anderem die Verkleinerung des Angstzentrums im Gehirn). Handlungen können sich stärker aus den aktuellen Anforderungen heraus entfalten, sind weniger reflexhaft und durch vergangene Eindrücke motiviert.

 

Die Praxis der Achtsamkeit, so zeigen neurowissenschaftliche Untersuchungen, regt das Gehirn an, neue Synapsen zu knüpfen: Wir verlassen alte, eingetretene (neuronale) Pfade, gestalten unsere Wahrnehmung der Welt flexibler und gleichen unsere Identität offensiver mit äußeren Veränderungen ab. Wichtige Fähigkeiten in einer Welt, die sich stetig zu verändern scheint.